Breitbanderschließung

Bürgermeisterwahl 2017

 

05.07.2017

Franz Wieser ist Zweiter Bürgermeister

 

Franz Wieser ist neuer Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Jettenbach. Mit sieben von neun Stimmen wurde der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung zum Nachfolger von Maria Maier gewählt. Für die neue Bürgermeisterin ist Tanja Fischl-Jonda in den Gemeinderat nachgerückt.

 

Die neue Bürgermeisterin hatte Wieser als Zweiten Bürgermeister vorgeschlagen. Der Chemiemeister, der seit 2014 dem Gremium angehört, sei ein "besonnener Gemeinderat", so Maier. "Er kennt sich gut mit technischen Dingen aus" und sei deshalb eine gute Ergänzung. Für die Wahl Wiesers, Jahrgang 1954, spreche aus praktischen Gründen auch, dass er im nächsten Jahr in Rente geht und mehr Zeit für die ehrenamtliche Aufgabe hat. Im Hinblick auf das Baugebiet, das die Gemeinde ausweisen will, sei dies von Vorteil, meinte auch Wieser. Er habe nicht damit gerechnet. "Ich hätte gedacht, ein Junger soll es machen."

 

Doch Bernhard Stecher, der ebenfalls vorgeschlagen wurde, winkte aus familiären und beruflichen Gründen "im Moment" ab. "Mir ist gesagt worden, für die Gemeinde ist es wichtiger, wenn ich für Nachwuchs im Kindergarten sorge", scherzte der junge Vater.

 

In geheimer Wahl fielen sieben Stimmen auf Franz Wieser, eine auf Christian Gerstner, eine auf Inge Kelldorfner. Dritter Bürgermeister bleibt wie bisher Walter Steiglechner.

 

Als erste Nachrückerin auf der Liste für die Gemeinderatswahl 2014 wurde Tanja Fischl-Jonda als neue Gemeinderätin vereidigt, die den Platz übernimmt, der nach der Wahl Maria Maiers frei wurde.

 

Als Vertreter in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg wurde neben der Bürgermeisterin ihr neuer Stellvertreter Franz Wieser bestellt. Die Bürgermeisterin wird dem Standesamt Waldkraiburg als Eheschließungs-Standesbeamte vorgeschlagen. So hatte es auch die VG-Versammlung bereits beschlossen. (hg)

 

 

26.06.2017

Gut 90 Prozent für Maria Maier

 

Die Amtsgeschäfte führt sie schon seit einigen Wochen. Jetzt ist Maria Maier als Bürgermeisterin von Jettenbach mit dem notwendigen Wählervotum ausgestattet. Mit 90,2 Prozent der Stimmen wählten die Bürger gestern die einzige Kandidatin erwartungsgemäß in das Amt. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,6 Prozent.

 

"Das freut mich sehr, es ist mir eine Ehre, dass die Leute so an mich glauben", so Maria Maier in einem ersten Kommentar zum Wahlergebnis. Die 62-Jährige, die seit 2002 dem Gemeinderat angehört und seit 2014 Zweite Bürgermeisterin ist, ist die elfte Amtsinhaberin seit der Entstehung der Gemeinde im Jahr 1885. Und sie ist die erste Frau auf dem Bürgermeisterstuhl. Jettenbach ist damit die fünfte der 31 Landkreisgemeinden unter weiblicher Führung.

 

305 der insgesamt 603 wahlberechtigten Bürger hatten ihre Stimme abgegeben, darunter 39 Briefwähler. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 50,6 Prozent. "Im Grunde bin ich auch damit recht zufrieden", meinte Maier. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl 2014 waren 70,2 Prozent bei der Wahl, allerdings unter ganz anderen Umständen. Damals wurden nicht nur der Bürgermeister, sondern auch Landrat, Kreistag und Gemeinderat bestimmt. Vier Stimmen waren laut vorläufigem Wahlergebnis ungültig. 275 Stimmen entfielen auf Maria Maier. Das entspricht einem Anteil von 90,2 Prozent. 20 Stimmen fielen auf Gemeinderat Christian Gerstner, sechs auf diverse Bürger.

 

"Jetzt geht‘s erst mal zum Feiern", sagte die neu gewählte Bürgermeisterin, die nach der Bekanntgabe des Ergebnisses mit einigen Mitgliedern des Gemeinderats und den Wahlhelfern mit einem Glas Sekt auf den Erfolg anstieß. Die neue Bürgermeisterin, die die Amtsgeschäfte vor einigen Wochen nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden ihres Vorgängers Alfons Obermaier übernommen hatte, muss nicht mehr vereidigt werden. Sie ist ab sofort im Amt. Ihre Amtszeit läuft bis zu den nächsten Kommunalwahlen im Frühjahr 2020.

 

Der Termin für die erste Gemeinderatssitzung im Juli steht laut Maier noch nicht fest. In dieser Sitzung wird der achtköpfige Gemeinderat einen neuen Zweiten Bürgermeister wählen müssen. Walter Steiglechner bleibt Dritter Bürgermeister. Tanja Fischl-Jonda, die 2014 den Einzug in den Gemeinderat knapp verfehlte, nimmt als erste Nachrückerin den Platz von Maria Maier im Gemeinderat ein. (hg)

 

 

20.06.2017

Fünf Fragen an die einzige Bürgermeisterkandidatin

 

Maria Maier, amtierende Zweite Bürgermeisterin von Jettenbach, kandidiert für das Amt des Ersten Bürgermeisters. Alfons Obermaier ist aus gesundheitlichen Gründen als Gemeindeoberhaupt zurückgetreten. In den vergangenen Jahren hat Maier ihn schon oft vertreten und sich ins Amt eingearbeitet. 605 Jettenbacher Bürger dürfen bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 25. Juni, ihre Stimme abgeben. Das teilt auf Anfrage Wahlleiterin Monika Bönisch mit.

 

Ist eine eigenständige Gemeinde mit gut 700 Einwohnern wie Jettenbach heute noch überlebensfähig oder auf Dauer von ihren Aufgaben überfordert?

Maier: Die Größe einer Gemeinde ist nicht immer maßgebend um die Frage der Überlebensfähigkeit zu stellen. Es gibt genügend größere Kommunen, die mit außergewöhnlich vielen Problemen befasst sind. Ich sehe die Aufgaben in unserer Gemeinde als überschaubar und durchaus lösungsfähig. Anfallende Verwaltungsaufgaben der Gemeinde werden durch die Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg gut abgedeckt.

 

Ein großes Problem für die Gemeinde ist das fehlende Bauland. Wie wollen Sie dieses Problem lösen?

Maier: Ja, seit mehr als zwölf Jahren konnte unseren Bürgern kein neues Baugebiet angeboten werden. Eine Lösung ist in Arbeit; die geführten Kaufverhandlungen der letzten Monate lassen auf einen baldigen Vertragsabschluss hoffen.

 

Wie schätzen Sie die Haushaltssituation der Gemeinde ein? Was ist zu tun?

Maier: Als Haupteinnahmequelle verfügt die Gemeinde über die Einkommensteuer. Mit den jährlichen Einnahmen ist umsichtig und gut überlegt zu haushalten. Aufgrund der bestehenden Schulden sind die frei verfügbaren Mittel durchaus begrenzt. Zur Besserung der Finanzlage ist es wichtig, die Schuldenlast weiter zu senken aber trotzdem anstehende, sinnvolle Investitionen auszuführen.

 

Welche größeren Anschaffungen, Projekte, Baumaßnahmen stehen in den nächsten Jahren bis 2020 an?

Maier: In diesem Jahr erhalten wir voraussichtlich den neu angeschafften Feuerwehrgerätewagen. Die Neugestaltung des sanierungsbedürftigen Kinderspielplatzes am Kriegerdenkmal ist derzeit in der Planungsphase. In den kommenden Jahren haben wir voraussichtlich Investitionen in die Wasserversorgung zu tätigen (Wasser-Notverbund und anderes). Projekte, wie zum Beispiel die Straßensanierung durch den Ort Grafengars, werden entsprechend der Dringlichkeit und in Abhängigkeit der künftigen Finanzlage eingeplant.

 

Die Arbeit eines Bürgermeisters, einer Bürgermeisterin ist weitgehend von den Pflichtaufgaben geprägt, die eine Kommune hat. Welche persönlichen Akzente wollen Sie darüber hinaus setzen?

Maier: Unser Ort muss für junge Familien attraktiver gestaltet werden. Die Beschaffung von Wohnraum und Bauland ist dringend erforderlich, damit unsere jungen Bürger bleiben können und eine junge Generation nachwachsen kann. Mir ist wichtig, den Blick nach vorne zu richten, mit den Bürgern gemeinsam gute Wege in die Zukunft zu beschreiten und langfristig ein gesundes und ausgeglichenes Wachstum zu bewirken. (hg)

 

 

13.06.2017

Bürgermeisterwahl in Jettenbach

Für die Bürgermeisterwahl in Jettenbach, die am 25. Juni stattfindet, wird ein Erfrischungsgeld von je 20 Euro an die Wahlhelfer ausbezahlt. Dies bestimmte die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg. Dieses Erfrischungsgeld gibt es grundsätzlich bei Bürgermeisterwahlen. Bei der Bundestagswahl allerdings sind höhere Beträge vorgeschrieben, wie der Vorsitzende, Bürgermeister Jakob Bichlmaier, erklärte. 35 Euro gibt es für den Wahlvorsteher und je 25 Euro für die übrigen Mitglieder. Dieser Betrag darf nicht unterschritten werden, so Bichlmaier.

Der zukünftige Bürgermeister der Gemeinde Jettenbach wurde von der Gemeinschaftsversammlung der VG Kraiburg zum Ehe-Schließungsstandesbeamten bestellt. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. (kla)

 

 

12.06.2017

Maria Maier weiß, was auf sie zukommt

 

Es klingt fast wie bei Bundeskanzlerin Angela Merkel im Wahlkampf vor vier Jahren. "Die Leute kennen mich ja", sagt Maria Maier und begründet damit, warum es in Jettenbach keinen Wahlkampf um das Bürgermeisteramt braucht. Man kennt sich in der mit 752 Einwohnern kleinsten Gemeinde im Landkreis (Stand: Dezember 2016). Und außerdem ist die 62-jährige Bankkauffrau und Zweite Bürgermeisterin die einzige Kandidatin.

 

Die Aufstellungsversammlung der Jettenbacher Wählergemeinschaft hat für klare Verhältnisse gesorgt. Mit deutlichem Vorsprung (96 von 135 Stimmen) setzte sich die Zweite Bürgermeisterin durch. Nur ihr Name wird am Sonntag, 25. Juni, auf dem Wahlzettel stehen, wenn die Jettenbacher zum Urnengang aufgerufen sind, um darüber zu entscheiden, wer bis 2020 an der Spitze ihrer Gemeinde steht.

 

Maria Maier gilt vielen Bürgern als die logische Nachfolgerin für Alfons Obermaier, der aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurücktreten musste. Immer wieder hat die Zweite Bürgermeisterin (seit 2014) ihn in den vergangenen Jahren im Amt vertreten und sich dabei in die Aufgabe eingearbeitet. Maier weiß, was auf sie zukommt und bewirbt sich "nach reiflicher Überlegung" um den ehrenamtlichen Bürgermeisterposten. Es soll gut weiter gehen mit der Gemeinde, für die sie sich ein "gesundes Wachstum" wünscht. Jettenbach steht vor einigen Herausforderungen, etwa im Blick auf den Haushalt und auch was die dringend notwendige Ausweisung von Bauland angeht.

 

Mit 62 Jahren, einem Alter, wo andere den Ruhestand vorbereiten, stellt sich Maria Maier, die in ihrer Freizeit gerne in ihrem großen Gemüsegarten, in der Natur, in den Bergen auftankt und nachdenkt, einer neuen Aufgabe. Beruflich bringt sie dafür gute Voraussetzungen mit. Die Bankkauffrau, die die Innenrevision der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth leitet, versteht mit Zahlen umzugehen. Und seit die gebürtige Babenshamerin 1981 mit ihrem Mann nach Jettenbach zuzog, hat sie sich in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich im Ort engagiert. Ob im Förderverein des Kindergartens Aschau, als Jettenbach noch keinen eigenen Kindergarten hatte, oder im Pfarrgemeinderat, wo sie mit anderen zum Beispiel eine Neubürgerbroschüre herausbrachte. Zehn Jahre war sie für die Erwachsenenbildung zuständig. Und wenn sie von den Kursen und Seminaren mit dem katholischen Kreisbildungswerk erzählt, den tollen Erfahrungen mit Jungen und Alten, dann leuchten noch heute ihre Augen. Nicht weniger wichtig ist ihr die Arbeit des Kulturkreises. Sie war bei der Gründung 1999 dabei und hat als Kassierin seit den Anfangstagen die Wiederbelebung dieses Kreises mitbetrieben. "Es ist wichtig für einen Ort, dass die Geschichte weiter erzählt wird."

 

Sie habe "immer wieder was Neues gebraucht", sagt die zweifache Mutter und "stolze Oma" auf die Frage, wie sie denn in die Kommunalpolitik kam. 1996 – gleich nach den Wahlen – sei sie erstmals von Bürgern gefragt worden, warum sie eigentlich nicht kandidiert habe. 2002 – die Kinder waren aus dem Gröbsten raus – kandidierte sie und zog in den Gemeinderat ein, dem sie seitdem angehört und bald vorstehen könnte.

 

Wie sich die Arbeit einer Bürgermeisterin anfühlt, weiß Maier längst. Jeden Tag sei sie in Sachen Gemeinde unterwegs, sagt sie und macht zugleich deutlich, wie ernst sie die Wahl nimmt. Für das Foto will sie keinesfalls am Bürgermeister-Schreibtisch "vom Alfons" Platz nehmen. Das passt noch nicht, meint sie. Nicht vor dem 25. Juni. (hg)

 

 

02.05.2017

Klares "Ja" für Maria Maier

 

Ausgestattet mit einem deutlichen Votum geht Maria Maier in die Bürgermeisterwahl. Bei der Aufstellungsversammlung, die am Freitagabend in der Mehrzweckhalle stattfand, bekam sie 96 von 135 möglichen Stimmen. Ihrem Gegenkandidaten Christian Gerstner gaben lediglich 33 Bürger ihre Stimme. Silvia Sieghart, die ebenfalls als Bürgermeisterkandidatin vorgeschlagen wurde, stellte sich nicht zur Wahl.

 

Um 20 Uhr sollte die Aufstellungsversammlung beginnen, doch Peter Heindl, der die Sitzung leitete, konnte sie erst ein bisschen später eröffnen. Zur Verwunderung aller Verantwortlichen drängten so viele Bürger in die Halle, dass noch zusätzliche Stühle und Tische herangeschafft werden mussten. 135 wahlberechtigte Bürger waren gekommen, um zu entscheiden, wer als Kandidat der Jettenbacher Wählergemeinschaft (JWG) in das Rennen um das Bürgermeisteramt gehen wird.

 

Die Wahl ist notwendig geworden, da der amtierende Bürgermeister Alfons Obermaier krankheitsbedingt sein Amt niederlegen musste. Die bayerische Gemeindeordnung schreibt vor, dass innerhalb von drei Monaten ein neuer Bürgermeister zu wählen ist. Der Wahltermin wurde bereits auf Sonntag, 25. Juni, festgelegt. Da es in Jettenbach keine Ortsverbände der Parteien gibt, hat sich die Jettenbacher Wählergemeinschaft gebildet, aus deren Reihen die Gemeinderäte und der Bürgermeister kommt. Peter Heindl führte aus, dass theoretisch die Möglichkeit besteht, dass sich eine weitere Wählergemeinschaft bildet. Auch hier gibt es feste Regularien, dazu gehört unter anderem, dass mindestens 40 Bürger gefunden werden müssen, die diese Wählergemeinschaft unterstützen, sodass dies tatsächlich eher eine theoretische Möglichkeit ist.

 

Nach den formalen Ausführungen von Peter Heindl wurde es spannend: Wer wurde als Bewerber vorgeschlagen, wer meldete sich eventuell selbst und wie viele Bürger wollen ihren Hut in den Ring werfen. Erst einmal passierte; gar nichts. Zögerlich wurde die amtierende Zweite Bürgermeisterin Maria Maier vorgeschlagen, dann Christian Gerstner und Silvia Sieghart, die beide bereits im Gemeinderat sitzen.

 

Anschließend hatten alle drei Kandidaten die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen. Silvia Sieghart sagte sofort, dass sie sich nicht zur Wahl stellen möchte. Maria Maier betonte, dass sie die Entscheidung, zu kandidieren, mit ihrer Familie abgestimmt habe. Die Bankkauffrau ist seit 35 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und sitzt seit 2002 im Gemeinderat. Dort war sie 2014 vom Gemeinderat zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt worden. Daneben ist sie im Heimat- und Kulturkreis und war zehn Jahre im Pfarrgemeinderat aktiv. Als Ziele nannte sie unter anderem die Beschaffung von neuem Bauland – hier hat sie bereits konkrete Schritte unternommen – sowie den Schuldenabbau.

 

Christian Gerstner sah seine Kandidatur eher unter sportlichen Gesichtspunkten. Der 55-Jährige ist seit 15 Jahren Friseurmeister in Jettenbach, machte aber keinen Hehl daraus, dass er keine rosigen Zeiten auf Jettenbach zukommen sieht. Er vertrat die Ansicht, dass die Gemeinde ihre finanziellen Probleme nicht durch Sparen in den Griff bekommen werde, sondern neue Einnahmen generieren müsse.

 

Die anschließende Wahl war eine klare Sache: Von den 135 Wahlberechtigten gaben 134 ihre Stimme ab. 96 gaben ihre Stimme Maria Maier, Christian Gerstner bekam lediglich 33 Stimmen. Damit wird Maria Maier als Kandidatin der JWG in die Bürgermeisterwahl gehen. Sie war naturgemäß "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis und freute sich, dass so viele Bürger zur Aufstellungsversammlung gekommen waren. Christian Gerstner räumte unumwunden seine deutliche Niederlage ein. Er habe die Kandidatur aber auch nicht so ernst genommen wie seine Gegenkandidatin, die regelrecht Wahlkampf gemacht habe, so Gerstner. Er sagte aber auch, dass für ihn eine Kandidatur über eine andere Liste "kein Thema ist". (hsc)

 

 

20.04.2017

Aufstellungsversammlung zur Bürgermeisterwahl

Am Sonntag, 25. Juni, muss in der Gemeinde ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Die Jettenbacher Wählergemeinschaft organisiert am Freitag, 28. April, um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle eine Aufstellungsversammlung. Hier können sich die Bewerber vorstellen. Anschließend wird von der Versammlung der Bürgermeisterkandidat gewählt. (re)

 

 

 

 

 

 

10.04.2017

Bürgermeister Obermaier erhält Entlassungsverfügung

Das amtsärztliche Gutachten bestätigt die Dienstunfähigkeit von Bürgermeister Alfons Obermaier. Der Jettenbacher kann aus gesundheitlichen Gründen nicht weitermachen. Im Dorf ist schon lange bekannt, dass Bürgermeister Alfons Obermaier schwer erkrankt ist und nun hat er um Entlassung aus dem Amt gebeten. Seit einiger Zeit vertrat ihn Zweite Bürgermeisterin Maria Maier. In der jüngsten Sitzung wurde Obermaier vom Gremium wegen Dienstunfähigkeit entlassen – ein Verwaltungsvorgang nach dem Beamtenstatusgesetz, denn das amtsärztliche Gutachten vom 21. März bestätigte die Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen. Er selbst konnte nicht anwesend sein. Die Entlassungsverfügung wird ihm zugeschickt.

Obermaier war seit September 2005 für die Jettenbacher Wählergemeinschaft im Amt, also mehr als elf Jahre Bürgermeister. Daher ist ihm ein Pflichtehrensold zu gewähren. Einstimmig beschloss dies der Gemeinderat. Der Ehrensold beträgt ein Drittel der zuletzt bezogenen Entschädigung für die ehrenamtliche Tätigkeit. Die Überbrückungshilfe wird auf den Ehrensold angerechnet. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt schlägt Maria Maier als Termin für die Neuwahl Sonntag, 25. Juni, vor. "Da ist auch Pfarrfest, das zieht die Wähler her", stellt Markus Schmidinger von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kraiburg fest. Das Gremium ist einverstanden mit dem Termin. Monika Böhnisch wird zur Wahlleiterin bestellt, Stellvertreter ist Schmidinger. Bisher gab es in Jettenbach einen Stimmbezirk – hier findet die Abstimmung und Auszählung im Schulungsraum der Gemeindekanzlei statt – und einen Briefwahlbezirk. Hier wird im Sitzungssaal ausgezählt.

Wer wird sich am 25. Juni zur Wahl stellen? Die amtierende Zweite Bürgermeisterin Maria Maier möchte sich auf Nachfrage der Zeitung noch nicht äußern. "Ich will die Aufstellungsversammlung abwarten und dafür gibt es noch keinen Termin", so Maier. Gemeinderat Christian Gerstner erklärt, er sei von vielen Bürgern gefragt worden, ob er kandidiere. "Ich spüre da einen Rückhalt bei der Bevölkerung. Eine endgültige Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Aber es wäre gut für den Bürger, zwei Kandidaten zu haben, denn nur dann hat man eine echte Auswahl", so Gerstner. Er wurde überraschend in der Aufstellungsversammlung bei den Wahlen 2014 vorgeschlagen und trat an. (kla)

 

 

03.04.2017

Entlassungsgesuch des Bürgermeisters

Über das Entlassungsgesuch von Bürgermeister Alfons Obermaier entscheidet der Gemeinderat Jettenbach in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 5. April, in der Gemeindekanzlei. Der Bürgermeister hatte aus gesundheitlichen Gründen um die Entlassung aus dem Dienst gebeten. Sobald der Gemeinderat das Gesuch annimmt, wird auch ein Wahltermin für die Neuwahl eines Bürgermeisters festgelegt. (...) Die öffentliche Gemeinderatssitzung beginnt gegen 19.30 Uhr. (hg)

 

 

 

 

 

25.02.2017

Bürgermeister muss aufhören

Aus gesundheitlichen Gründen hat Jettenbachs Bürgermeister Alfons Obermaier den Gemeinderat um die Entbindung von seinen Amtspflichten gebeten. Der 72-Jährige, der seit 2005 im Amt ist, hatte diesen Schritt bereits mehrfach angekündigt.

Schon in der Bürgerversammlung im Jahr 2015 hatte Alfons Obermaier in einer persönlichen Erklärung angekündigt, dass er aufgrund einer schweren Erkrankung nicht bis zum Ende seiner Amtszeit im Amt bleiben könne. Auch danach hatte er die Absicht erneuert, von seinem Ehrenamt zurückzutreten. Jetzt hat Obermaier offiziell die Entbindung von seinen Amtspflichten beantragt. Sobald ein amtsärztliches Gutachten vorliegt, wird der Gemeinderat über diesen Antrag entscheiden. So ist das vom Gesetzgeber vorgegebene Prozedere. Zum derzeitigen Stand wollen weder die Geschäftsleitende Beamte der Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg, Monika Bönisch, noch die Zweite Bürgermeisterin Maria Maier Stellung nehmen.

Maier hatte Obermaier seit dem Jahr 2014 wiederholt im Amt vertreten. Sie führt die Amtsgeschäfte auch zurzeit vertretungshalber und nimmt für den Fall, dass der Gemeinderat dem Antrag Obermaiers zustimmt, die Aufgaben und Befugnisse des Bürgermeisters bis zum Amtsantritt eines neu gewählten Gemeindeoberhaupts wahr. Wie das Landratsamt Mühldorf auf Anfrage mitteilt, muss die zuständige Rechtsaufsichtsbehörde einen Termin für Neuwahlen ansetzen, sobald ein Gemeinderatsbeschluss vorliegt. Die Neuwahlen müssen innerhalb von drei Monaten ab Ende der Amtszeit des Bürgermeisters stattfinden.

Alfons Obermaier steht seit dem Jahr 2005 an der Spitze der mit 752 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2016) kleinsten Gemeinde im Landkreis. Als nach dem plötzlichen Tod seines Amtsvorgängers Reinhold Zettel Not am Mann war, erklärte er sich zur Kandidatur für das Bürgermeisteramt bereit. In der Kommunalpolitik ist Obermaier bereits seit 1972 aktiv, zuerst als Gemeinderat, seit 1996 als Zweiter Bürgermeister. (hg)

 

 

Kommunalwahl 2014

Der neue Jettenbacher Gemeinderat nach Stimmanteilen:

1

 

Stecher, Bernhard

 

4

 

Kelldorfner, Ingeborg

 

7

 

Steiglechner, Walter

 

2

 

Maier, Maria

 

5

 

Wieser, Franz

 

8

 

Holzhammer, Peter

 

3

 

Sieghart, Sylvia

 

6

 

Gerstner, Christian

 

-

 

Obermaier, Alfons (gesetzt)

 

Aktuelles zur Kommunalwahl:

 

18.03.2014

Obermaier froh über 70 Prozent Beteiligung

Sehr zufrieden mit seinen 82,5 Prozent ist Alfons Obermaier. Er sei als Alleinkandidat angetreten und habe ein vergleichbares Ergebnis wie bei der letzten Wahl erzielt.

Auch über die Wahlbeteiligung von 70,2 Prozent könne er nicht klagen. Der Gemeinderat setze sich genauso zusammen, wie es die Gebietsvorwahlen vermuten ließen. Außer dem Außenbereich seien alle Ortsteile vertreten. Auf Nachfrage erklärt Obermaier, der seit 2005 Bürgermeister der 700-Enwohner-Gemeinde ist und seit 42 Jahren aktiv in der Kommunalpolitik, er werde seinem Stil treu bleiben. "Wichtig ist, sparsam zu wirtschaften und zu versuchen, Schulden abzubauen", erklärt der 69-Jährige, "doch unsere Möglichkeiten als kleine Gemeinde sind nicht allzu groß".

Derzeit verwirkliche Jettenbach gemeinsam mit dem Landkreis Straßenbauprojekte, wie etwa die Ortsdurchfahrt. Wichtig sei ihm, dass neue Baugründe ausgewiesen werden können. (kla)

 

Sitzverteilung: 8 Gemeinderäte:

Berndhard Stecher, Maria Maier, Silvia Sieghart, Ingeborg Kelldorfner, Franz Wieser, Christian Gerstner, Walter Steiglechner, Peter Holzhammer

 

 

17.03.2014

Alfons Obermaier holt sich 82,5 %

Wenig Spannung im Wahlkampf: Bürgermeister Obermaier war erneut der einzige Kandidat. Er holte 82,5 Prozent. Christian Gerstner wurde mit 70 Stimmen und zwei weitere Personen mit 3 Stimmen handschriftlich notiert. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014 in Jettenbach: Jettenbacher Wählergemeinschaft - 100 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag ähnlich wie in 2008 bei 70,2 %.

Von den 597 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern aus Jettenbach wurde auch der Landrat Georg Huber (CSU) mit 59,8 % wiedergewählt.  20,6 % aus Jettenbach erhielt Peter Huber von der UWG.

 

 

01.03.2014

Interview - Alfons Obermaier kandidiert in Jettenbach

 

1. Worauf sind Sie im Blick auf die zu Ende gehende Amtsperiode besonders stolz?

Obermaier: Die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat war in dieser Amtszeit gut und sachlich. Der Kontakt mit den Bürgern wurde in intensiven Gesprächen gepflegt, zusammen mit den Vereinen der Zusammenhalt untereinander gefestigt (InnHügelLand-Dult und Maibaum-Aufstellen). Um weiteres Bauland zu schaffen, hat die Gemeinde Jettenbach landwirtschaftliche Flächen als Tauschgrund erworben. In die Zukunft weist der Kauf des Bahnhofsgeländes und die sehr wichtige Verbesserung der Infrastruktur durch den Erhalt der Haltestelle.

 

2. Was ist Ihr wichtigstes Ziel für die nächste Amtsperiode?

Obermaier: Für die kommenden sechs Jahre stehen wichtige Baumaßnahmen an: der Gehweg durch Jettenbach-Ort, der Umbau des Kindergartens und die Sanierung des Jugendheims. Bis zum 1. September 2014 ist der Fluchtweg im Kindergarten zu realisieren. Vorrang haben weiter die Sanierung der Gemeindestraßen und die Ortsdurchfahrt in Grafengars, die Fortführung des Inntalradwegs vorbei an der Fischtreppe beim Stauwerk, hin zum Ort.

 

3. Wie wollen Sie Jettenbach in den nächsten sechs Jahren voranbringen?

Obermaier: Nur mit weiterem sparsamen wirtschaften kann die Existenz Jettenbachs erhalten werden. Vorrangig ist die Pro-Kopf-Verschuldung weiter abzubauen. Einer möglichen "Zupflasterung" muss Einhalt geboten, in der Köllerersiedlung weiteres Bauen ermöglicht werden. Eine Bereicherung für die vielen Rad- und Wanderwege in und um Jettenbach wird die Fischtreppe im Inn werden. Mit dem Bau der neuen Brücke über den Fischpass, erbaut vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, und den neuen Radweg entlang des Fischpasses und des Inns, der dann in den Ort führen wird, kommt eine Attraktion hinzu.

 

 

08.02.2014

Mehr als ein halbes Leben in der Kommunalpolitik

Seit 42 Jahren, weit mehr als die Hälfte seines Lebens, ist Alfons Obermaier in der Kommunalpolitik aktiv. 1972 wurde der Kraftfahrer erstmals in den Gemeinderat gewählt, seit 1996 war er Zweiter Bürgermeister der 700-Einwohner-Gemeinde. "Ich hatte nie im Sinn, Bürgermeister zu werden", sagt er. Doch dann kam der plötzliche Tod von Reinhold Zettel dazwischen. 2005 wurde Obermaier zum neuen Gemeindeoberhaupt gewählt und will nun - mit 69 Jahren - eine weitere Amtszeit dranhängen. Bei der Nominierung der Einheitsliste setzte er sich gegen einen Gegenkandidaten durch und ist damit der einzige Bewerber.

Es mache ihm Spaß, mit den Bürgern in Kontakt zu sein und etwas für die Gemeinde zu tun, sagt er. Seit er 2008 in Rente ging, habe er viel Zeit für diese Aufgabe, ob im Gemeindeamt oder bei vielen anderen Arbeiten. Obermaier erspart der Kommune einen Bauhof, kümmert sich um die Wasserversorgung und die Straßeninstandsetzung. Das Schneeräumen und andere größere Arbeiten erledigt in Jettenbach der Maschinenring. Nachdem die wichtigsten Hausaufgaben mit Wasserversorgung und Kanal erledigt sind, hat er für die letzte Amtszeit vor allem ein Ziel: "Ich möchte absolut vermeiden, neue Schulden zu machen." Die nächsten Generationen brauchen "Luft zum schnaufen".

So gerne er Bürgermeister ist, so gerne verreist der Vater von zwei Kindern und Opa von vier Enkelinnen. Zusammen mit seiner Frau war er schon in Ostasien, am Nordkap und auf einem Nordamerika-Trip von New York nach San Francisco. (hg)

 

 

15.01.2014

Mehrheit für Obermaier

Alfons Obermaier, der seit 2005 im Amt ist, wird sich bei den Kommunalwahlen im März erneut als Kandidat der Jettenbacher Wählergemeinschaft bewerben. In der Aufstellungsversammlung setzte er sich gegen Christian Gerstner durch. 81 der 134 wahlberechtigten Versammlungsteilnehmer stimmten für Obermaier. Der Aufstellungsversammlung für die Kandidaten um das Bürgermeisteramt und die acht Sitze im Gemeinderat in der Mehrzweckhalle waren vier Ortsteilversammlungen vorausgegangen.

Mit Christian Gerstner wurde ein weiterer Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen. Amtsinhaber Alfons Obermaier stellte in seiner Bewerbungsrede noch einmal die Aktivitäten des Gemeinderates in der vergangenen Amtsperiode heraus. In geheimer Wahl wurde er dann mit 81 Stimmen als alleiniger Bewerber der Jettenbacher Wählergemeinschaft bestätigt.

In geheimer Wahl wurden auch die 14 Kandidaten, darunter vier Frauen, je nach ihren Stimmenanteilen auf ihre Listenplätze gesetzt (siehe oben). Mit Maria Maier, Silvia Sieghart, Walter Steiglechner und Andreas Hummel bewerben sich vier amtierende Gemeinderäte erneut um einen Sitz im Gremium. Zweiter Bürgermeister Konrad Pfaffenberger, Alexander Kufner, Vitus Lackmaier und Hubert Forster treten nicht mehr an. In dieser Aufstellungsversammlung wurde auch eine Bürgerbefragung durchgeführt, die das Ergebnis brachte, dass in Zukunft vor Kommunalwahlen nur zwei Ortsteilversammlungen abgehalten werden. (ste)

 

Gemeinde Jettenbach am Inn

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84555 Jettenbach

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Tel.: 08638 / 76 47

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