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Freiwillige Feuerwehr Jettenbach

Die Geschichte der Jettenbacher Feuerwehr

Die Gründung der FFW Jettenbach lässt sich an Hand vorliegender Protokolle exakt auf den 29. Juni 1875 festmachen. Am Fest „Peter und Paul“ versammelten sich im Sommerkeller des Brauhauses des Grafen zu Toerring-Jettenbach 61 Männer aus der Gemeinde und beschlossen eine freiwillige Feuerwehr zu gründen, heißt es im Gründungsprotokoll. Vorstand, Kommandanten, Adjudanten, Schriftführer, Kassier und Requisitenmeister bildeten den Verwaltungsrat. Linbrunner Johann, Wieser Josef, Steinbacher Johann Baptist, Kinzner Johann und Schechtl Felix waren die Mitglieder des 1. Verwaltungsrates in der Jettenbacher Feuerwehrgeschichte.

Bereits zu Beginn des Jahres 1881 kaufte man eine fahrbare Schiebeleiter. Die Kosten in Höhe von 80 Mark wurden je zur Hälfte von der Gemeinde und vom Verein getragen. Auch eine Saug- und Druckspritze wurde um diese Zeit angeschafft. Diese Saug- und Druckspritze wurde der FFW Waldkraiburg leihweise zu Ausstellungszwecken zur Verfügung gestellt und kann im Feuerwehrhaus Waldkraiburg besichtigt werden.

Ihre erste größere Bewährungsprobe hatte die Wehr am 21.11.1890 beim Brand der Schlossstallungen zu bestehen. Bereits 1927 wollte man in eine Motorspritze investieren, doch Differenzen zwischen dem Verwaltungsrat und der Gemeinde verhinderten den Kauf. Durch die Nähe zu den Munitionsfabriken Aschau und Waldkraiburg wurde es 1944 erforderlich, eine neue TS8, Fabrikat Robel, mit Anhänger und der kompletten Ausrüstung in Jettenbach zu stationieren.

Der kontinuierliche Neuaufbau der Wehr nach dem 2. Weltkrieg begann im Jahr 1947, als Pankraz Zacherl zum 1. Kommandanten gewählt wurde. Nach seiner Wahl wurde zur Pflege der Schläuche beim alten Schulhaus ein Schlauchturm errichtet. 1949 traf ein neuer TS-Anhänger ein, 1953 wurde die erste elektrische Sirene angeschafft. Nachdem im Jahre 1954 nach einem Hochwassereinsatz die TS 8 Robel schwere Materialschäden aufwies, kaufte die Gemeinde eine neue TS 8 der Firma Ziegler. Diese TS 8 war bis zum Jahre 1986 im Einsatz.

Zu Beginn der 60er Jahre wurde in nur sechsmonatiger Bauzeit in beispielloser Gemeinschaftsarbeit ein neues Feuerwehrgerätehaus gegenüber dem Schulhaus errichtet. Im Oktober 1965 bekam die Wehr endlich das erste Tragkraftspritzenfahrzeug, einen Ford Transit. 1969 wurde der Wehr durch den Landkreis Mühldorf ein Pulverlöschanhänger zur Verfügung gestellt. 1971 wurde eine zweite Sirene gekauft und in Grafengars aufgestellt.

Aus Altersgründen gab Pankraz Zacherl 1972 sein Amt als 1. Kommandant ab, sein Nachfolger wurde Josef Meyer. Pankraz Zacherl diente der Feuerwehr Jettenbach in verschiedenen Funktionen 41 Jahre lang. Neben seiner Tätigkeit als Kommandant war er auch jahrelang als Kreisbrandmeister und Kreisschirmmeister in der Kreisbrandinspektion Mühldorf am Inn tätig.

1981 wurde als Ersatz für den Ford Transit ein modernes LF8 der Firma Magirus gekauft, das bis heute im Dienst ist. 1986 wurde als Ersatz für die alte TS 8 der Firma Ziegler eine neue TS 8 des Herstellers Bachert angeschafft, die ebenfalls bis heute im Dienst ist.Zwei Jahre später wurde das Feuerwehrgerätehaus durch einen Anbau erweitert.

1996 erhielt die FFW Jettenbach ihr Traumfahrzeug: Es wurde ein LF8/6 Allrad der Firma Iveco-Magirus mit Zusatzbeladung THL angeschafft. Seit diesem Zeitpunkt ist die Wehr auch für schwere Verkehrsunfälle an der stark befahrenen Kreisstraße MÜ-19 einsatzbereit.

Bei der FFW Jettenbach wird jedoch nicht nur aktiver Feuerwehrdienst geleistet, auch der Feuerwehrverein hat einen großen Stellenwert im Gemeindeleben: Seit 1986 kommen rund 900 Pilger der „Legio Mariens“ aus München, die alljährlich am Pfingstsonntag im Pfadfinderhof in Grafengars eine Rast machen und von der Feuerwehr mit Essen u. Trinken versorgt werden.

Im Jahr 2000 konnte das 125-jährige Gründungsjubiläum vier Tage lang gefeiert werden. Mit der Weihe der Restaurierten Fahne fanden die Feierlichkeiten Ihren Höhepunkt. 69 Vereine beteiligten sich an dem Festzug.

Eine Epoche ist im Jahr 2006 zu Ende gegangen:

Mit dem Erreichen der Altersgrenze konnte Hans Hauner nicht mehr für eine weitere Periode als 1. Kommandant gewählt werden. Hans Hauner führte die Jettenbacher Feuerwehr 18 Jahre lang als 1. Kommandant. Durch seine herausragenden Verdienste um die FFW Jettenbach wurde Hans Hauner noch im Dezember 2006 zum Ehrenkommandanten ernannt.

Die Versammlung wählte als 1. Kommandanten Vitus Lackmaier und als 2. Kommandanten Andreas Eicher, die bis 2013 ihr Amt ausübten. Als Nachfolger sind aktuell als 1. Kommandant Thomas Beham und als 2. Kommandant Robert Lemaire tätig.

Ein junges Team leitet nun schon mehrere Jahre die Geschicke der FFW Jettenbach sehr motiviert und sehr erfolgreich und setzt sich für die Belange der Bürger sowie für ihr Hab und Gut in und um Jettenbach ehrenamtlich ein. Gemäß dem Feuerwehrspruch: "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!"

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Der Verein

Mitglieder:  180

Aktive:        40

Feuerwehrgruppen: Jugendfeuerwehr

                                 Aktive ab 18

                                 Atemschutzgruppe

1. Kommandant: Thomas Beham

2. Kommandant: Robert Lemaire

Vorstand: Richard Maier, Tel.: 08638 / 7 29 17

Das Feuerwehrhaus

Die aktiven Mitglieder

Die Fahrzeuge und Einsatzwägen

Die Mitglieder der Feuerwehr

Gemeinde Jettenbach am Inn

Grünthaler Straße 14

84555 Jettenbach

Öffnungszeiten / Parteiverkehr

Dienstag: 17.00 - 18.00 Uhr

Tel.: 08638 / 76 47

Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg

Montag - Freitag: 08.00 - 12.00 Uhr

Tel.: 08638 / 98 38 0

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