Aktuelles aus der Gemeinde Jettenbach

 

20.06.2017

Fünf Fragen an die einzige Bürgermeisterkandidatin

 

Maria Maier, amtierende Zweite Bürgermeisterin von Jettenbach, kandidiert für das Amt des Ersten Bürgermeisters. Alfons Obermaier ist aus gesundheitlichen Gründen als Gemeindeoberhaupt zurückgetreten. In den vergangenen Jahren hat Maier ihn schon oft vertreten und sich ins Amt eingearbeitet. 605 Jettenbacher Bürger dürfen bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 25. Juni, ihre Stimme abgeben. Das teilt auf Anfrage Wahlleiterin Monika Bönisch mit.

 

Ist eine eigenständige Gemeinde mit gut 700 Einwohnern wie Jettenbach heute noch überlebensfähig oder auf Dauer von ihren Aufgaben überfordert?

Maier: Die Größe einer Gemeinde ist nicht immer maßgebend um die Frage der Überlebensfähigkeit zu stellen. Es gibt genügend größere Kommunen, die mit außergewöhnlich vielen Problemen befasst sind. Ich sehe die Aufgaben in unserer Gemeinde als überschaubar und durchaus lösungsfähig. Anfallende Verwaltungsaufgaben der Gemeinde werden durch die Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg gut abgedeckt.

 

Ein großes Problem für die Gemeinde ist das fehlende Bauland. Wie wollen Sie dieses Problem lösen?

Maier: Ja, seit mehr als zwölf Jahren konnte unseren Bürgern kein neues Baugebiet angeboten werden. Eine Lösung ist in Arbeit; die geführten Kaufverhandlungen der letzten Monate lassen auf einen baldigen Vertragsabschluss hoffen.

 

Wie schätzen Sie die Haushaltssituation der Gemeinde ein? Was ist zu tun?

Maier: Als Haupteinnahmequelle verfügt die Gemeinde über die Einkommensteuer. Mit den jährlichen Einnahmen ist umsichtig und gut überlegt zu haushalten. Aufgrund der bestehenden Schulden sind die frei verfügbaren Mittel durchaus begrenzt. Zur Besserung der Finanzlage ist es wichtig, die Schuldenlast weiter zu senken aber trotzdem anstehende, sinnvolle Investitionen auszuführen.

 

Welche größeren Anschaffungen, Projekte, Baumaßnahmen stehen in den nächsten Jahren bis 2020 an?

Maier: In diesem Jahr erhalten wir voraussichtlich den neu angeschafften Feuerwehrgerätewagen. Die Neugestaltung des sanierungsbedürftigen Kinderspielplatzes am Kriegerdenkmal ist derzeit in der Planungsphase. In den kommenden Jahren haben wir voraussichtlich Investitionen in die Wasserversorgung zu tätigen (Wasser-Notverbund und anderes). Projekte, wie zum Beispiel die Straßensanierung durch den Ort Grafengars, werden entsprechend der Dringlichkeit und in Abhängigkeit der künftigen Finanzlage eingeplant.

 

Die Arbeit eines Bürgermeisters, einer Bürgermeisterin ist weitgehend von den Pflichtaufgaben geprägt, die eine Kommune hat. Welche persönlichen Akzente wollen Sie darüber hinaus setzen?

Maier: Unser Ort muss für junge Familien attraktiver gestaltet werden. Die Beschaffung von Wohnraum und Bauland ist dringend erforderlich, damit unsere jungen Bürger bleiben können und eine junge Generation nachwachsen kann. Mir ist wichtig, den Blick nach vorne zu richten, mit den Bürgern gemeinsam gute Wege in die Zukunft zu beschreiten und langfristig ein gesundes und ausgeglichenes Wachstum zu bewirken. (hg)

 

 

16.06.2017

Goldene Hochzeit im Hause Steiglechner

Im Kreise ihrer Familie haben Hannelore und Walter Steiglechner ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Das Ehepaar lebt seit 1971 in der Gemeinde, als sie das Anwesen ihrer Eltern, Josef und Frieda Hösl, übernahmen. Walter Steiglechner wurde 1942 in Oberneukirchen geboren, bereits im Alter von 4 Jahren hat er seine Mutter verloren. Fortan lebte er bei Verwandten "wo es mir gut ging" sagte der Jubilar. Er erlernte das Bäckerhandwerk, arbeitete später 38 Jahre bis zu seiner Pensionierung in der Waldkraiburger Firma SGF in der Endmontage. Hannelore Steiglechner wurde im Jahr 1947 in Altötting geboren. Nach ihrer Schulzeit übte sie den Beruf einer Arzthelferin aus. Sie war es, die den ehemaligen Kuraten, Pater Dr. Paul Sieweck, während seiner Krankheit in Jettenbach versorgte. Im Jahr 1967 heiratete das Jubelpaar und freute sich über die Geburt ihrer beiden Töchter Alexandra und Rebecca. Große Freude haben sie an den beiden Enkeln Niklas und Lillie.

Viele Jahre stellten sich Hannelore und Walter Steiglechner in den Dienst der Öffentlichkeit. So war Hannelore Steiglechner Kassier bei der SpVgg Jettenbach und zeitweise 2. Vorstand. Bis heute hilft sie, wenn Not am Mann ist, bei der Spielvereinigung gerne aus. Walter Steiglechner pflegte lange Jahre den Rasen der beiden Sportplätze und seine ganze Leidenschaft waren und sind die Münchner Löwen, so dass er vor 20 Jahren den Jettenbacher Löwen Fanclub "Innlöwen" gründete. 1999 wurde er zum ersten Mal in den Gemeinderat gewählt und seit nunmehr 9 Jahren ist er Jettenbachs 3. Bürgermeister. Namens der Gemeinde gratulierte 2. Bürgermeisterin Maria Maier dem Jubelpaar und überreichte ein kleines Geschenk. (ste)

 

 

13.06.2017

Über 160 Fahrzeuge beim Bulldog-Frühschoppen

Ein voller Erfolg war der große Bulldog-Frühschoppen am Sonntag vor Burle's Kneipe in Grafengars. Chef-Organisatorin Christine "Christa" Kebinger bewegte hier eine wohl noch nie dagewesene Teilnehmerzahl nach Grafengars: Mit über 160 Bulldogs, Unimogs und einigen Oldtimern aus dem nahen Umkreis herrschte ein rekordverdächtiger Andrang bei perfektem Sommerwetter.

Nach dem Weißwurstfrühstück ging es gegen Mittag zur großen Ausfahrt aller Fahrzeuge mit öligem Geruch und teils rauchigen Abgas-Wolken zuerst durch die Köllerer-Siedlung in Jettenbach und später noch raus in die freie Natur. Zum Mittag wurde später gegrillt und mit kühlem Gerstensaft angestoßen. Zwei Tatsachen standen bei dieser Veranstaltung fest: Wer am Sonntag lange ausschlafen wollte, wurde durch das laute Brummen und Beben der Traktoren geweckt – und das steuern von Traktoren ist längst keine reine Männer-Sache mehr, denn so manche Frau fuhr elegant mit den urig-alten "Rössern" über die Straße. (stl)

 

 

13.06.2017

Bürgermeisterwahl in Jettenbach

Für die Bürgermeisterwahl in Jettenbach, die am 25. Juni stattfindet, wird ein Erfrischungsgeld von je 20 Euro an die Wahlhelfer ausbezahlt. Dies bestimmte die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg. Dieses Erfrischungsgeld gibt es grundsätzlich bei Bürgermeisterwahlen. Bei der Bundestagswahl allerdings sind höhere Beträge vorgeschrieben, wie der Vorsitzende, Bürgermeister Jakob Bichlmaier, erklärte. 35 Euro gibt es für den Wahlvorsteher und je 25 Euro für die übrigen Mitglieder. Dieser Betrag darf nicht unterschritten werden, so Bichlmaier.

Der zukünftige Bürgermeister der Gemeinde Jettenbach wurde von der Gemeinschaftsversammlung der VG Kraiburg zum Ehe-Schließungsstandesbeamten bestellt. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. (kla)

 

 

12.06.2017

Maria Maier weiß, was auf sie zukommt

 

Es klingt fast wie bei Bundeskanzlerin Angela Merkel im Wahlkampf vor vier Jahren. "Die Leute kennen mich ja", sagt Maria Maier und begründet damit, warum es in Jettenbach keinen Wahlkampf um das Bürgermeisteramt braucht. Man kennt sich in der mit 752 Einwohnern kleinsten Gemeinde im Landkreis (Stand: Dezember 2016). Und außerdem ist die 62-jährige Bankkauffrau und Zweite Bürgermeisterin die einzige Kandidatin.

 

Die Aufstellungsversammlung der Jettenbacher Wählergemeinschaft hat für klare Verhältnisse gesorgt. Mit deutlichem Vorsprung (96 von 135 Stimmen) setzte sich die Zweite Bürgermeisterin durch. Nur ihr Name wird am Sonntag, 25. Juni, auf dem Wahlzettel stehen, wenn die Jettenbacher zum Urnengang aufgerufen sind, um darüber zu entscheiden, wer bis 2020 an der Spitze ihrer Gemeinde steht.

 

Maria Maier gilt vielen Bürgern als die logische Nachfolgerin für Alfons Obermaier, der aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurücktreten musste. Immer wieder hat die Zweite Bürgermeisterin (seit 2014) ihn in den vergangenen Jahren im Amt vertreten und sich dabei in die Aufgabe eingearbeitet. Maier weiß, was auf sie zukommt und bewirbt sich "nach reiflicher Überlegung" um den ehrenamtlichen Bürgermeisterposten. Es soll gut weiter gehen mit der Gemeinde, für die sie sich ein "gesundes Wachstum" wünscht. Jettenbach steht vor einigen Herausforderungen, etwa im Blick auf den Haushalt und auch was die dringend notwendige Ausweisung von Bauland angeht.

 

Mit 62 Jahren, einem Alter, wo andere den Ruhestand vorbereiten, stellt sich Maria Maier, die in ihrer Freizeit gerne in ihrem großen Gemüsegarten, in der Natur, in den Bergen auftankt und nachdenkt, einer neuen Aufgabe. Beruflich bringt sie dafür gute Voraussetzungen mit. Die Bankkauffrau, die die Innenrevision der Raiffeisenbank Haag-Gars-Maitenbeth leitet, versteht mit Zahlen umzugehen. Und seit die gebürtige Babenshamerin 1981 mit ihrem Mann nach Jettenbach zuzog, hat sie sich in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich im Ort engagiert. Ob im Förderverein des Kindergartens Aschau, als Jettenbach noch keinen eigenen Kindergarten hatte, oder im Pfarrgemeinderat, wo sie mit anderen zum Beispiel eine Neubürgerbroschüre herausbrachte. Zehn Jahre war sie für die Erwachsenenbildung zuständig. Und wenn sie von den Kursen und Seminaren mit dem katholischen Kreisbildungswerk erzählt, den tollen Erfahrungen mit Jungen und Alten, dann leuchten noch heute ihre Augen. Nicht weniger wichtig ist ihr die Arbeit des Kulturkreises. Sie war bei der Gründung 1999 dabei und hat als Kassierin seit den Anfangstagen die Wiederbelebung dieses Kreises mitbetrieben. "Es ist wichtig für einen Ort, dass die Geschichte weiter erzählt wird."

 

Sie habe "immer wieder was Neues gebraucht", sagt die zweifache Mutter und "stolze Oma" auf die Frage, wie sie denn in die Kommunalpolitik kam. 1996 – gleich nach den Wahlen – sei sie erstmals von Bürgern gefragt worden, warum sie eigentlich nicht kandidiert habe. 2002 – die Kinder waren aus dem Gröbsten raus – kandidierte sie und zog in den Gemeinderat ein, dem sie seitdem angehört und bald vorstehen könnte.

 

Wie sich die Arbeit einer Bürgermeisterin anfühlt, weiß Maier längst. Jeden Tag sei sie in Sachen Gemeinde unterwegs, sagt sie und macht zugleich deutlich, wie ernst sie die Wahl nimmt. Für das Foto will sie keinesfalls am Bürgermeister-Schreibtisch "vom Alfons" Platz nehmen. Das passt noch nicht, meint sie. Nicht vor dem 25. Juni. (hg)

 

 

10.06.2017

Sommermärchen führt zur Meisterschaft

Die Jettenbacher Damenfußballerinnen haben die Meisterschaft in der Freizeitliga gewonnen. Auf dem Sportplatz in Reit im Winkl – unterhalb der Winklmoos-Alm – trugen sie sich in das Vereinsgeschichtsbuch ein. Mit einem 3:0-Sieg gegen das Gastgeber-Team holten die Frauen der Spielvereinigung Jettenbach nach Platz drei (2014/15) und Platz fünf (2015/16) diesmal den Titel in der Frauen-Freizeitliga (Punkterunde unter dem Dach des Bayerischen Fußballverbandes). Das Team um die engagierte Trainerin Helga Mittermeier und Co-Trainer Stefan Bögl schaffte 13 Siege und zwei Unentschieden und hatte bei nur einer Niederlage sechs Punkte Vorsprung (61:16 Tore) auf Schechen.

Das "Sommermärchen" begann nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, als sich erstmals junge Fußballerinnen aus Jettenbach und Umgebung auf den Sportplätzen der Spielvereinigung einfanden, um ihrem Hobby in einer Gemeinschaft nachzugehen. Das Ehepaar Manfred und Gabi Schäfer nahm sich damals der Mädels an. Nach einer Übergangsphase kickten viele der jetzigen "Meisterspielerinnen“"einige Saisonen bei den B-Juniorinnen um Tore und Punkte. Trotz einiger zwischenzeitlicher Abgänge von Spielerinnen zu höherklassigen Vereinen glaubten die Zuschauer und das Jettenbacher Fußballlager immer an das Potenzial des Jettenbacher Teams um Kapitänin Andrea Romaner. (psc)

 

 

09.06.2017

VdK Jettenbach spendet 500 Euro an Hospizverein

Der Ortsverband Jettenbach im Sozialverband VdK – Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschland – hat eine Spende in Höhe von 500 Euro an den Anna Hospizverein Mühldorf übergeben. Bei einer kleinen Feier hat Tanja Fischl-Jonda, die Ortsvorsitzende Jettenbachs, an den 1. Vorsitzenden Peter Coellen des Anna Hospizvereins den Scheck überreicht. Die Spende wird vom Verein für die ambulante Hospizarbeit und palliative Beratungstätigkeit verwendet werden. Das Bild zeigt (von links) Klaus Huber, Tanja Fischl-Jonda, Erika Koch und Carola Kamhuber. (ste)

 

 

 

 

30.05.2017

Jettenbacher Fußballer machen Kindern eine Freude

Große Freude herrschte im Heilpädagogischen Kinderheim "Haus Maria" in Au am Inn, als Jettenbachs Fußballabteilungsführung mit Gerfried Friedrich und Georg Lackmaier (Bildmitte) bei ihrem Besuch ein neues Kettcar und einen Fußball auspackten. Die Startgelder aus dem 13. Burle Fußball-Tennisturnier wurden wieder, wie in all den Jahren zuvor, erneut einen gemeinnützigen Zweck zugeführt. Insgesamt konnten durch dieses beliebte Turnier bereits an die 10.000 Euro an Startgelder eingespielt und an verschiedene Vereine/Kindergärten und Institutionen in Jettenbach und Umgebung wieder gespendet werden. Über die Grafengarserin Maria Bichlmaier (links im Bild), einer Mitarbeiterin des Kinderheim, kam der Kontakt nach Au am Inn zustande. Heimleiter Peter Thomas und sein Team bedankten sich herzlichst. Die Kinder drückten ihre Freude über das neue "Vehicle" mit einem selbstgemalten Plakat aus. (psc)

 

 

23.05.2017

Gelernt, eine Jugendgruppe zu leiten

50 junge Leute aus sechs Bundesländern haben sich im Obermeierhof in Grafengars zu einem Gruppenleiter-Grundkurs getroffen. In angenehmer Atmosphäre und bei bester Stimmung setzten sie sich unter fachkundiger Leitung mit der pädagogischen Konzeption des Bundes der Pfadfinder und rechtlichen Aspekten der Jugendarbeit auseinander, diskutierten über Religion, Selbstoptimierung und viele andere Themen. Foto: obermaierhof.pfadfinden.de

 

 

 

06.05.2017

Jugend bezwingt Erfahrung

Beim Tennis-Doppelturnier in Jettenbach setzte sich der Vereinsmeister durch. Die neuen Funktionäre, Denis Reiter (Sportwart) und Thomas Thaler (Jugendwart, rechts), hatten ein bunt gemischtes Teilnehmerfeld von 16 Mannen einzuteilen. Die von 20 bis 77 Jahren zählenden Herren waren angetreten, um sich auf die Anfang Mai startende Punktspielrunde vorzubereiten. Ungeschlagener Sieger wurde Florian Köbinger (links) gefolgt von dem 76-jährigen Routinier Johann Voglmaier.  (cg)

 

 

 

 

02.05.2017

150 Wanger Buam und Madl bringen Baum zurück

Es war kaum zu glauben – mit 150 Burschen und Madl marschierten die Wanger nach Jettenbach, um den gestohlenen Maibaum zurückzubringen. Tags zuvor hatten hatten die Diebe schon ihre Auslöse in Mittergars eingefordert und die Verantwortlichen in Jettenbach waren skeptisch, ob und in welchem Zustand die Selbigen antreten würden. Petrus meinte es zudem gut mit den Jettenbachern und es konnten bei trockenem, teils sonnigem Wetter knapp 500 Gäste verköstigt werden. Begrüßt wurden durch die Zweite Bürgermeisterin Maria Maier alle Gäste und sie dankte für das Zurückgeben des "Stangerls". Gefeiert wurde am Gelände der Bildungsstätte Obermeierhof im Ortsteil Grafengars. (cg)

 

 

02.05.2017

Klares "Ja" für Maria Maier

 

Ausgestattet mit einem deutlichen Votum geht Maria Maier in die Bürgermeisterwahl. Bei der Aufstellungsversammlung, die am Freitagabend in der Mehrzweckhalle stattfand, bekam sie 96 von 135 möglichen Stimmen. Ihrem Gegenkandidaten Christian Gerstner gaben lediglich 33 Bürger ihre Stimme. Silvia Sieghart, die ebenfalls als Bürgermeisterkandidatin vorgeschlagen wurde, stellte sich nicht zur Wahl.

 

Um 20 Uhr sollte die Aufstellungsversammlung beginnen, doch Peter Heindl, der die Sitzung leitete, konnte sie erst ein bisschen später eröffnen. Zur Verwunderung aller Verantwortlichen drängten so viele Bürger in die Halle, dass noch zusätzliche Stühle und Tische herangeschafft werden mussten. 135 wahlberechtigte Bürger waren gekommen, um zu entscheiden, wer als Kandidat der Jettenbacher Wählergemeinschaft (JWG) in das Rennen um das Bürgermeisteramt gehen wird.

 

Die Wahl ist notwendig geworden, da der amtierende Bürgermeister Alfons Obermaier krankheitsbedingt sein Amt niederlegen musste. Die bayerische Gemeindeordnung schreibt vor, dass innerhalb von drei Monaten ein neuer Bürgermeister zu wählen ist. Der Wahltermin wurde bereits auf Sonntag, 25. Juni, festgelegt. Da es in Jettenbach keine Ortsverbände der Parteien gibt, hat sich die Jettenbacher Wählergemeinschaft gebildet, aus deren Reihen die Gemeinderäte und der Bürgermeister kommt. Peter Heindl führte aus, dass theoretisch die Möglichkeit besteht, dass sich eine weitere Wählergemeinschaft bildet. Auch hier gibt es feste Regularien, dazu gehört unter anderem, dass mindestens 40 Bürger gefunden werden müssen, die diese Wählergemeinschaft unterstützen, sodass dies tatsächlich eher eine theoretische Möglichkeit ist.

 

Nach den formalen Ausführungen von Peter Heindl wurde es spannend: Wer wurde als Bewerber vorgeschlagen, wer meldete sich eventuell selbst und wie viele Bürger wollen ihren Hut in den Ring werfen. Erst einmal passierte; gar nichts. Zögerlich wurde die amtierende Zweite Bürgermeisterin Maria Maier vorgeschlagen, dann Christian Gerstner und Silvia Sieghart, die beide bereits im Gemeinderat sitzen.

 

Anschließend hatten alle drei Kandidaten die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen. Silvia Sieghart sagte sofort, dass sie sich nicht zur Wahl stellen möchte. Maria Maier betonte, dass sie die Entscheidung, zu kandidieren, mit ihrer Familie abgestimmt habe. Die Bankkauffrau ist seit 35 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und sitzt seit 2002 im Gemeinderat. Dort war sie 2014 vom Gemeinderat zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt worden. Daneben ist sie im Heimat- und Kulturkreis und war zehn Jahre im Pfarrgemeinderat aktiv. Als Ziele nannte sie unter anderem die Beschaffung von neuem Bauland – hier hat sie bereits konkrete Schritte unternommen – sowie den Schuldenabbau.

 

Christian Gerstner sah seine Kandidatur eher unter sportlichen Gesichtspunkten. Der 55-Jährige ist seit 15 Jahren Friseurmeister in Jettenbach, machte aber keinen Hehl daraus, dass er keine rosigen Zeiten auf Jettenbach zukommen sieht. Er vertrat die Ansicht, dass die Gemeinde ihre finanziellen Probleme nicht durch Sparen in den Griff bekommen werde, sondern neue Einnahmen generieren müsse.

 

Die anschließende Wahl war eine klare Sache: Von den 135 Wahlberechtigten gaben 134 ihre Stimme ab. 96 gaben ihre Stimme Maria Maier, Christian Gerstner bekam lediglich 33 Stimmen. Damit wird Maria Maier als Kandidatin der JWG in die Bürgermeisterwahl gehen. Sie war naturgemäß "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis und freute sich, dass so viele Bürger zur Aufstellungsversammlung gekommen waren. Christian Gerstner räumte unumwunden seine deutliche Niederlage ein. Er habe die Kandidatur aber auch nicht so ernst genommen wie seine Gegenkandidatin, die regelrecht Wahlkampf gemacht habe, so Gerstner. Er sagte aber auch, dass für ihn eine Kandidatur über eine andere Liste "kein Thema ist". (hsc)

 

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